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Vor langer Zeit war das Hotel Aquarius in Braunschweig eine gute und beliebte Adresse in der Löwenstadt. Es fanden im Hotel regelmäßig Feiern statt und die Gäste, die ich in den 1990er Jahren als Taxifahrer dort abholte, waren immer recht angenehm. Heute sieht das leider alles etwas anders aus. Das Hotel liegt mitten in der Pampa von Braunschweig. Ideal für Leute die ihre Ruhe haben wollen. Schon von außen war schnell zu erkennen, dass dieses Hotel wohl die besten Zeiten schon hinter sich hat. Der Verdacht sollte sich bestätigen. Im Hotel Aquarius befindet sich eine Rezeption die den Namen eigentlich nicht verdient hat. Der Empfang erinnerte eher an einen Verschlag. Auf dem Weg zum Zimmer standen viele Türen anderer Zimmer offen. Ein Blick ins Innere ließ für den eigenen Raum nichts Gutes erahnen. Zimmer 8 hatte ein Wasserbett. Mobiliar war aus den 90er Jahren. Hier und da wurde etwas aus neueren Epochen dazugestellt. Das Bad noch mit 70er Jahren Kacheln und Glasbausteinen als Fenster. Dazu ein ranziger Duschvorhang. Eigentlich ein No-Go für ein Hotel mit 3 Sternen. Es roch merkwürdig nach irgendwelchen Desinfektionsmitteln. Ein klarer Blick auf eine ehemalige Dachterrasse verhinderte ein nicht geputztes Fenster. Der TV war wohl das Neuste in diesem Raum. Das Wasserbett gab leider auch nach kurzer Zeit seinen Geist auf. Eine Nummer auf diesen wohl auch in die Jahre gekommenen Betten zu schieben ist nicht empfehlenswert. Der nach diversen Wasseraustritten beantragte Zimmerwechsel verlief problemlos. Auch das Zimmer 24 wirkte bunt zusammengewürfelt. Mobiliar aus mehreren Jahrzehnten. Diesmal aber kein Wasserbett, dafür eine fiese Holzdecke und ein Bad ohne Fenster mit braunen 1980er Jahren Sanitäranlagen. Die Flure im Hotel waren ranzig. Der Teppich abgewetzt und so gammelig, dass er schon in die Kategorie Sondermüll einzuordnen war. Flecken an der Tapete und am Fenster.

Im Hotel gab es ein Schwimmbad, eine Sauna und ein Fitnessraum. Das Schwimmbad war relativ groß und gut klimatisiert. Das Wasser war aber so kalt, das die Benutzung nicht möglich war. Auch im Schwimmbad bröckelte die Fassade schon. Reparaturen wurden schlampig durchgeführt. Aus dem Schwimmbad hätte mehr gemacht werden können. Die Hotelbar in der Rezeption hatte passend zu allem auch den Charme der 1980er Jahre. Dort wurde wohl vor 10 Jahren das letzte Mal ausgeschenkt. Irgendwie erinnerte mich das Ganze aus einer Szene des Spielfilmes „Shining“ mit Jack Nicholson, der an einer verwaisten Bar saß und sich die Gäste einbildete. Aufgrund mangelnder Gäste war es nachts sehr ruhig im Hotel.

Fazit: Mich persönlich wundert es, warum dieses Hotel überhaupt noch Gäste hat und noch nicht pleite ist. Mit so einer Bruchbude ist jeder auf Dauer verloren. Das Ganze Hotel wirkte auch mich lieblos und schlecht organisiert. Für diese Unterkunft kann ich leider keine Empfehlung aussprechen. Wo die drei Sterne herkommen bleibt für mich ein Rätsel.

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Das Weser Aktivhotel ist schon etwas Besonderes. Welche Herberge ist schon in einem solch alten Gebäude untergebracht? Allerdings ist der Name „Hotel“ vielleicht etwas fehl am Platz. Da bekommen viele eine falsche Vorstellung. Letztendlich ist Unterkunft eine Mischung zwischen einer Pension und einer Jugendherberge. Es gibt ausschließlich Zimmer mit Doppelbetten (rustikaler Art), die aber auch an Einzelpersonen vermietet werden. Vorwiegend Radfahrer steigen hier ab, Jugendgruppen können aber auch auf der großen Rasenfläche vor dem Gebäude ihre Zelte aufschlagen. Die Unterkunft wird von Krome-Kanu betrieben (Kanuvermietung & Kanutouren), die natürlich auch oft ihr eigenes Klientel hier absteigen lassen. Wie es sich in solchen Einrichtungen gehört, werden die Sanitären Anlagen geteilt. Das heißt duschen in der Reihe und gemeinschaftliches Abkacken. Aber was solls, direkt an der Weser gelegen und in einem Nebengebäude eines alten Schlosses, das hat schon seinen Reiz.

Unter der Woche sind im Aktivhotel oft nicht so viele Gäste. Am Wochenenden ist das Weser Aktivhotel nahezu ausgebucht, zumindest in den Sommermonaten. Die Rezeption ist ab den frühen Abendstunden nicht mehr besetzt, dennoch erlaubt der Herbergsvater viele Freiheiten. Für die Gäste befinden sich in einem Kühlschrank Getränke, die einfach entnommen werden können. Auf seinen eigenen Personalbogen müssen die entnommenen Getränke einfach nur eingetragen werden. Bei der Abrechnung werden diese dann berücksichtigt. Gäste dürfen auch das drahtlose Internet benutzen, wenn eine entsprechende Einwilligung unterschrieben wird. Hier ist der Betreiber etwas schlauer als die meisten Hotels die diesen Service anbieten. Im hinteren Hof befindet sich eine Feuerstelle und auch ein Grill der benutzt werden darf. Für das Duschen muss, wie auf einem Campingplatz, 50 Cent in eine Box geworfen werden. Für Gäste (gilt wohl nur für Camper oder Durchreisende) scheint es aber frei zu sein. Es gibt einen Aufenthaltsraum mit Stühlen, Tischen und auch einer TV-Ecke (Auf den Zimmern befindet sich kein Fernseher). Morgens, zwischen 8 Uhr und 9 Uhr, wird den Gästen eine Mahlzeit angeboten. Auch hier gibt es nichts zu meckern. Abends ist es im Weser Aktivhotel ruhig, allenfalls die Schafe oder die Nord-West-Bahn, die direkt hinter dem Gebäude bis 23 Uhr im Stundentakt verkehrt, sorgen für eine kleine Geräuschkulisse.

Fazit: Das Weser Aktiv Hotel im Schloss Corvey liegt wunderschön mitten in der Natur. Ideal für Leute die einfach fernab jedes Trubels übernachten möchten und nicht viel Geld ausgeben wollen. Die Betreiber geben sich viel Mühe. Die gesamte Herberge steht absolut im Preis- Leistungsverhältnis. Ich würde diese Unterkunft allen Sterne Hotels immer wieder vorziehen.

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