Reisebericht Fourteen Falls (Kenia) 2018

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fourteen fallsNilpferde im völlig versifften Wasser

Die Fourteen Falls befinden sich ca. 20 Kilometer von Thika Town entfernt. Die Anreise geht bequem mit dem Matatu oder Auto. Über einen schmalen Weg gelangt man zum Eingang der Wasserfälle. Auch hier wird der Nicht Einheimische zur Kasse gebeten und das gewohnt ziemlich kräftig. Einheimische bezahlen 100 KES, Besucher anderer Länder unfassbare 1500 KES. Eine Investition, die sich im nach hinein als Fehler entpuppte. Die Fourteen Falls sind zwar sehr beeindruckend, doch durch die unglaubliche Verschmutzung des Flusses gerät das Naturschauspiel völlig in den Hintergrund. Meterhoch türmt sich der Schaum der Drecksbrühe, es stinkt nach Pisse und Scheiße. Wer hier ins Wasser springt, hat wohl nicht mehr lange zu leben. Es scheint, als würde hier die gesamte Kanalisation aus den Slums von Nairobi vorbeifließen. Auch an den Ufern türmt sich der Müll. In den Büschen teilweise sogar meterhoch. Ein extrem trauriger Anblick. Da wirkt das Schild „Keep The Park Clean“ am Eingang gerade zu zynisch. Am Ufer der Wasserfälle entlang warten überall sogenannte „Führer“, die einen ihre unnötigen Dienste aufdrängen. Dies geschieht in einer unfassbar dreisten Art. So wurde tatsächlich versucht, für ein kleines Gelände, dessen Erkundung problemlos jeder selber durchführen kann, 4000 KES zu abzuziehen. Da vergeht einen echt alles, wenn man zuvor schon mit unverschämten 1500 KES Eintritt abgezockt wurde. Wer ein wenig durch den Busch Richtung Brücke geht, wird ein etwas milde gestimmt. Hier tummeln sich etliche Flusspferde im Wasser. Wie diese in dem total verdreckten Fluss überleben können, bleibt für mich ein Rätsel. Den Tieren sollte man sich allerdings nur behutsam nähern. In regelmäßigen Abständen greifen diese possierlichen Säugetiere grundlos Menschen an und reißen sie in kleine Stücke. Um den verdreckten Fluss herum sind noch ägyptische Enten und diverse Vögel zu beobachten.

Fazit: Die Fourteen Falls könnten wunderschön sein. Die massive Verschmutzung des Flusses macht alles kaputt. Es wird ein unverschämter Eintritt kassiert aber nichts, rein gar nichts für die Umwelt getan. Braune Brühe inmitten einer Müllhalde. Dazwischen Vollidioten die Touristen, die massiv Geld ins Land bringen, noch einmal versuchen auszupressen. Nein. Für diesen Ort kann ich keinerlei Empfehlung aussprechen.

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Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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Joomla Artikel vor 5 Monaten
Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
Joomla Artikel vor 6 Monaten
Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
Joomla Artikel vor 6 Monaten
Bernhard hat den Artikel Gefangen im eigenen Land kommentiert
Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
Joomla Artikel vor 9 Monaten
Hendrik Lorenz hat den Artikel Gefangen im eigenen Land kommentiert
Ich kann mich an den Kommentar erinnern. Dieser ist wohl leider der Reinigung der letzten Spam-Attac...
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