Reisebericht Hells Gate Nationalpark (Kenia) 2018

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Hells Gate KeniaDas Tor zur Hölle - höllisch auch die Preise...

Der Hells Gate Nationalpark befindet sich ca. 100 Kilometer westlich von Nairobi. Von Nairobi werden ca. zwei Stunden mit dem Auto benötigt. Auf dem Weg dorthin sollten einige Stopps eingelegt werden, denn es gibt atemberaubende Aussichten zu bewundern. Die Straßenverhältnisse sind allerdings ziemlich katastrophal und man wird gut durchgerüttelt. Zum Nationalpark Hells Gate gibt es mehrere Zugänge. Welcher nun der Beste ist, vermag ich nicht zu sagen. Fest steht: Der Eintrittspreis ist an allen Pforten der Gleiche. Und der hat es mal wieder in sich. 2600 KES gilt es dieses Mal zu berappen. Erst einmal günstig, wenn man den Preis mit anderen Nationalparks vergleicht. Angepriesen wird dieser Nationalpark mit Schluchten und Tieren in einem besonderen Ambiente.

Vom Eingang aus geht es einige Kilometer bergauf, vorbei an einem dampfenden Kraftwerk, das hier mitten in den Nationalpark geknallt wurde. Echt hübsch. Nach ein paar Minuten ist dann ein Parkplatz erreicht, von dem aus die Tour durch den Grabenbruch begonnen werden kann. Aber hier die nächste Abzocke. Um sich das Naturschauspiel anzuschauen, wird ein Führer benötigt der sage und schreibe noch einmal mit 2000 KES zu Buche schlägt. Informiert wurde darüber zuvor nicht. 2600 KES Eintritt waren offenbar noch nicht genug. Der Rundgang durch die Schluchten dauerte ca. 1,5 Stunden.

Eine halbe Stunde weniger als angekündigt. Zwischenzeitlich war es notwendig, sich mit einem Seil auf und ab zu bewegen. Für Senioren nicht geeignet. Diese werden aber trotzdem in die Schlucht gelockt, auch wenn diese nicht in der Lage sind, die ganze Tour mitzumachen. Hauptsache der schnelle Euro rollt. Tiere? Fehlanzeige. Außer dem Grabenbruch gab es noch eine Quelle mit warmem Wasser zu besichtigen. Für dessen Betreten wurde man, wenn wundert es noch, ebenfalls noch einmal zur Kasse gebeten wurde. Und sonst? Nichts. Auch nach längerem Herumfahren die in diesem sogenannten „Nationalpark“ war nichts weiter Interessantes zu entdecken.

Fazit: Hells Gate ist nett anzusehen, rechtfertigt aber in keinster Weise diesen unverschämten Eintrittspreis. Dass man innerhalb des Parks noch mehrmals zur Kasse gebeten wird, ist einfach nur dreiste Abzocke und erfüllt den Tatbestand des Betruges. Mit einem Nationalpark hat Hells Gate nur wenig gemein. Das viele Geld kann in Kenia besser investiert werden. Ich kann jedem nur davon abraten Hells Gate zu besuchen. Tiere gibt es zu sehen. Aber diese befinden sich vor dem Park und dafür muss niemand etwas bezahlen.

 

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Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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