Der Plötzensee in Berlin-Wedding

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ploetzensee

Direkt hinter dem Volkspark Rehberge beginnt das Gelände rund um den Plötzensee. Das Areal besteht teilweise aus einem stillgelegten Friedhof, auf dem nur noch wenige Fragmente zu finden sind, die auf eine ehemalige Grabstätte hinweisen. Hinter der Hans-Schormburk-Promenade rekeln sich jetzt im Sommer Menschen auf der Zombie-Wiese (berolinistisch) ohne zu wissen, was vielleicht noch unter ihnen liegen könnte. Neben der Zombie-Wiese existiert noch ein Friedhof für Soldaten und Zivilisten, die während der Kriegsjahre den Tod fanden und nicht identifiziert werden konnten. Ein 1,7 Kilometer langer Weg umrandet den Plötzensee. Im südlichen Bereich des Plötzensees befindet sich die heute legendäre „Fischerpinte“. Eine Kneipe im Charme der 1970er-Jahre die neben Gastronomie auch den Verleih von Ruder- und Tretbooten anbietet. Wie die Besitzer der Gaststätte ist auch die Einrichtung und auch die Boote mittlerweile sehr renovierungsbedürftig.

Das Strandbad Plötzensee wurde in den 1920er-Jahren erbaut, fast zeitgleich mit der Errichtung des östlich gelegenen Volkspark Rehberge. Das Strandbad sollte, wie der Volkspark Rehberge auch, der vorwiegend aus der Arbeiterklasse stammenden Einwohner des Weddings zur Erholung dienen. Die Fertigstellung des Bades erfolgte 1928. Das gesamte Gelände mit den Bauten steht heute unter Denkmalschutz. Das Strandbad Plötzensee wurde von Rudolf Germer und die Gebäude durch Walter Krüger und Johannes Krüger architektonisch gestaltet. Für den Strand wurde das Ufer direkt am See abgetragen und dort künstlich Sand aufgeschüttet. Der Plötzensee ist als Landschaftsschutzgebiet klassifiziert. 2010 wurde der gesamte Uferbereich außerhalb des Strandbads umzäunt, um das sommerliche „Wildbaden“ zu vermeiden. Dies hindert allerdings nicht die Menschen bei schönem Wetter über den Zaun zu steigen und kostenlos ein Bad zu nehmen. Gerade am Steingarten, direkt gegenüber dem kostenpflichtigen Strandbad Plötzensee, herrscht im Sommer munterer kostenloser Badespaß.

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Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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Ich war letzte Woche, Anfang Juni, dort Übernachten. Ziemlich unruhig dort. Kann man nur am WE besuc...
Joomla Artikel vor 4 Monaten
Machen kann man immer viel, nur muss man dazu auch seine Komfortzone verlassen und auch Gegenwind ve...
Joomla Artikel vor 4 Monaten
Das ist doch schrecklich.kann man da garnichts machen.ich gucke direkt auf das hotel und möchte mir ...
Joomla Artikel vor 4 Monaten
Bernhard hat den Artikel Gefangen im eigenen Land kommentiert
Zum Thema Übersterblichkeit kann man sich hier selber ein Bild machen: https://www.destatis.de/DE/Th...
Joomla Artikel vor 8 Monaten
Hendrik Lorenz hat den Artikel Gefangen im eigenen Land kommentiert
Ich kann mich an den Kommentar erinnern. Dieser ist wohl leider der Reinigung der letzten Spam-Attac...
Joomla Artikel vor 8 Monaten