Hotelbewertung Hotel*** Niedersachsenhof Verden (Aller)

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    niedersachsenhof

    Das Hotel Niedersachsenhof in Verden (Aller) befindet sich knapp hinter dem Ortsschild (also eigentlich gar nicht mehr Verden) in nördlicher Richtung der Innenstadt. Mit 86 Zimmern und 166 Betten ist das Hotel recht groß und günstig für Besucher der nahe gelegenen Niedersachsenhalle gelegen. Diese Lage dürfte dem Betreiber des Hotels sicherlich prall gefüllte Kassen bei größeren Veranstaltung sichern. Dem Hotel angeschlossen ist auch ein Restaurant, dessen Küche allerdings, nur bis 21 Uhr geöffnet ist. Bei nicht ausreichender Gästezahl schließt das Restaurant auch früher. Verlassen kann man sich darauf als Gast also nicht.

    Der Check-in verlief ohne Probleme. Leider wurde es versäumt über das Wi-Fi zu informieren und auch über das mitgebuchte und bezahlte Frühstück (wäre ganz hilfreich zu wissen von wann bis wann und wo man dieses in diesen doch recht großen Gebäude zu sich nehmen kann) gab es keine Information. Im Hotel ging es in Sachen Schlüssel noch rustikal zu. Türöffnungskarten sind hier noch nicht angekommen. Das Zimmer im ersten Stock war solide und optisch sauber. Einfach eingerichtet aber nicht mit viel Liebe gestaltet. Unter dem Konzept "Landhaus" hätte ich mir im Zimmer und auch im ganzen Haus etwas mehr Liebe und Kreativität gewünscht - so wie auf der Homepage des Hotels auch angekündigt. Hier verschenkt das Hotel viele Punkte, denn das Ganze etwas Traditionell und regional zu gestalten, würde nicht viel Geld kosten. Der Gast ist in Niedersachsen, sogar in DER Reiterstadt der Republik. Auch hier gibt es Traditionen, Trachten und regionale Speisen. Warum bietet man dies nicht an? Außen Hof, innen Motel One Charme. Das passt einfach nicht.

    Im Zimmer und im Flur roch es etwas komisch, als ob irgendein Abwasserrohr undicht wäre. War nicht weiter schlimm, mich hat es nicht gestört. Es war die Tage nur auffällig. Leichte Abnutzungserscheinungen in dem Zimmer. Das Bettlaken hatte Löcher. Muss nicht unbedingt sein. Türen hatten starke Abnutzungserscheinungen und auch der Fahrstuhl sah ziemlich mitgenommen aus. Das Bett war gut, das Bad geräumig. Leider gab es keine Minibar. Gegenüber dem Hotel gibt es eine Tankstelle (geöffnet bis 23 Uhr), in der man sich zur Not verpflegen kann und wo man bei Spätanreise noch was zwischen die Zähne bekommt. Um dem Hotel herum gibt es weiter keine Möglichkeiten etwas zu essen. Ab 22 Uhr werden aber auch in der Innenstadt von Verden so ziemlich überall die Bordsteine hochgeklappt. Wer als Gast spät anreist, und vielleicht noch was trinken möchte, hat Pech gehabt. Keine Theke, kein Getränkeautomat. Nach 22 Uhr ist die Rezeption nicht mehr besetzt und der Zutritt kann nur über die Hintertür erfolgen. Der Weg dorthin ist allerdings sehr schwach beleuchtet und man muss aufpassen, dass man nicht stürzt.

    Fazit: Das Hotel Niedersachenhof in Verden (Aller) ist ein gutes Hotel, was allerdings sehr viel mehr aus sich heraus holen könnte. Wenn ich zum Beispiel in Bayern oder Baden-Württemberg unterwegs bin und nicht in einer sterilen Hotelkette absteige, wird in deren Landhotels Region und Tradition gelebt - von Kleidung bis hin zur Ausstattung des Hotels. Durch die geringe Konkurrenz des Hotels und die gute Lage gegenüber einem großen Veranstaltungszentrum, wird in der Hinsicht im Hotel Niedersachsenhof Verden sicherlich nicht viel in Veränderung zur regionalen Landhausatmosphäre passieren. Die Lage des Hotels ist suboptimal, der Preis für ein Zimmer dafür aber gerade noch akzeptabel. Dem Gast wird nach 22 Uhr nichts mehr geboten außer das gebuchte Bett. Das ist etwas sehr mager.

    Hendrik Lorenz

    *1970 in Braunschweig.
    Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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