Reichshauptstadt Germania - Seminar der Berliner Unterwelten Tag 3

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Der Start am heutigen Tage war leider etwas anstrengend. „Der entsiegelte Jude“ ist sicherlich ein Thema der im Zusammenhang mit der Umgestaltung Berlins steht, jedoch war der Vortrag für mich doch zu sehr in Richtung Thema Judenverfolgung im Dritten Reich. Ein wenig am eigentlichen Thema vorbei. Interessant war aber die Ausstellung der Berliner Unterwelten zum Thema Reichshauptstadt Germania. Ein echtes Highlight, das Model der geplanten Bauten der Nord-Süd, Achse und Ost-West Achse, dass von der Constantin Film Produktion bereitgestellt wurde und in Filmen wie „Der Untergang“ (2004) und „Speer und Er“ (2005) zum Einsatz kam. Programmpunkt zwei des heutigen Tages, die Bunkeranlage am U-Bahnhof Moritzplatz hatte ich schon im Seminar „Verkehrstechnik“ vor einem halben Jahr gehabt. Auch hier war mir der Bezug zum eigentlichen Thema doch etwas zu weit entfernt. Teil drei des heutigen Tages war der Matthäus-Friedhof in Kreuzberg. Schon oft hatte ich mir vorgenommen dort einmal vorbeizuschauen, sieht man diesen Friedhof doch sehr gut aus der S-Bahn. Bis dato hätte ich aber auch nicht gedacht, dass dieser Friedhof im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Reichshauptstadt steht. Auf diesen Friedhof wurden die ersten Gräber umgesiedelt, um Platz für die geplante Nord-Süd Achse zu schaffen. Es gab viele interessante Informationen, die bereits etwas kalte Jahreszeit machte den Aufenthalt auf dem Friedhof aber nicht sonderlich angenehm. Der Höhepunkt des Tages war natürlich die Besichtigung der geplanten Straßentunnel der Nord-Süd Achse im Tiergarten. Schon öfters im TV gesehen, hatte man jetzt live die Möglichkeit, diesen historischen Ort zu besuchen. Ein Deckel ging auf, der Abstieg begann. Unten angekommen stehen im Wasser. Der Tunnel ist nicht groß, die Rundgang ist nach 30 Minuten durch, dennoch ist es ein einmaliges Erlebnis und die Führung war super. Die Lichtverhältnisse waren leider sehr schlecht, da nur Taschenlampen für Beleuchtung sorgten.

Fazit: Wieder ein interessanter Tag, der sich definitiv gelohnt hat.

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Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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