Testbericht GoPro 7 Black

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Meine erste Erfahrung mit einer Action Cam war nicht gerade die Beste. 2013 startete ich mit einer Rollei Bullet 5S 1080p. In keinem eingesetzten Bereich konnte dieses Gerät irgendwie überzeugen. Schon gar nicht unter Wasser, das war eine halbe Katastrophe. Die zur damaligen Zeit hohe Summe von 250 Euro waren eine völlige Fehlinvestition. 6 Jahre später wollte ich es aber dann doch noch einmal wissen und legte mir also die GoPro 7 Black zu, auch wenn das Nachfolgemodell GoPro 8 schon auf dem Markt war.

Nach dem Auspacken der erste Eindruck: Gewicht und Größe waren wirklich erstaunlich. Nur ein Akku im Lieferumfang war natürlich zu wenig. Das ist aber kein Problem. Im Internet tummeln sich etliche Drittanbieter, die preiswert Ersatzakkus anbieten. Es ist nicht nötig, das teure Original Zeugs zu kaufen. Die Original Akkus bringen nicht viel mehr Leistung. Die Kamera wurde mit einem sehr spärlichen Zubehör geliefert, mit dem alleine keinerlei gute Befestigung gewährleistet werden konnte. Aber auch hier gibt es preiswerte Lösungen. Zum Beispiel das Neewer 50-in-1 Action-Kamera Zubehör-Kit, mit allem möglichen Kram, den man so in Aktion und Outdoor benötigt. Ein Unterwassergehäuse was bis zu 40 Meter hält, gibt es für gerade mal 13 Euro. Ausreichend genug für den Sporttaucher.

Die Kamera war nach dem Aufladen des Akkus schnell in Betrieb. Alle Klappen der GoPro 7 Black ließen sich einfach öffnen und auch die kleine MicroCard konnte problemlos eingesetzt werden. Diese Karte war natürlich nicht im Lieferumfang der GoPro 78 enthalten. Ich habe mir deshalb eine ScanDisc Ultra gekauft, mit der ich schon gute Erfahrung in meiner DJI-Drohne gemacht habe. Das mitgelieferte Gehäuse ist am Verschluss leider sehr schwergängig. Tussis laufen Gefahr, beim Öffnen eventuell ihre Fingernägel zu ruinieren. Das Menü der GoPro 7 wirkt sehr aufgeräumt. Um sich durch alle Funktionen der Kamera zu navigieren, ist wirklich kein Handbuch nötig. Mit Swipen und Drücken lassen sich sämtliche Funktionen schnell anzeigen und erkunden. Das Display erstreckt sich über fast die gesamte Größe der Kamera und liefert deshalb trotz der minimalen Dimension ein erstaunlich gut erkennbares Bild.

Meine ersten Aufnahmen mit der GoPro 7 black machte ich mit einem Brustgurt bei einem Spaziergang auf der Straße. Nach Sichtung des Aufnahmematerials überraschte mich die gute Stabilisierung der Kamera. Bei dieser Art der Aufnahme wackelt es schon gewaltig. Dennoch waren alle Bilder scharf und gut anzusehen. Auch die Fahrradaufnahmen mit der Kopfhalterung, lieferten ein sehr befriedigendes Ergebnis. Für mich war allerdings die Leistung im Wasser ausschlaggebend. In geringer Wassertiefe brachte auch hier die GoPro 7 black anfangs gute Ergebnisse. Was allerdings unter 2 Meter Tiefe ging, war dann weniger gut. Allerdings liegt dies in erster Linie am Zubehör. Denn ohne aufgesetzte Filter bekommt man nur blaustichige oder grünstichige Bilder. Entscheidend für gute Aufnahmen ist natürlich auch die Sicht- und Lichtqualität unter Wasser. In meinem Beispielvideo war es leider ein sehr bescheidener Tauchgang mit schlechten Konditionen.

Fazit: Für meine Bedürfnisse und Anforderungen ist die GoPro 7 Black völlig ausreichend. Sie liefert top Bilder in unterschiedlichen Formaten und Auflösungen. Die Kamera lässt sich einfach bedienen und ist sehr robust. Sämtliches Zubehör für jeglichen Einsatz ist dank Made in China sehr günstig zu erwerben. Der Preis für diese Kamera ist gerechtfertigt. Ich kann diese Kamera nur weiter empfehlen. Andere Anbieter (u.a. DJI) haben in diesem Bereich aber schon aufgeschlossen, befinden sich allerdings auch in der gleichen Preisklasse. Das einzige Negative an der Kamera: Sie stürzt hin und wieder ab und startet nur wieder neu, wenn der Akku heraus und wieder hinein geschoben wird. Unter Wasser natürlich ein echtes Problem. Auch wird die Kamera im Dauerbetrieb oft sehr heiß und der Akku entläd sich. Da s ist etwas was in dieser Preisklasse nicht passieren dürfte.

 

Hendrik Lorenz

*1970 in Braunschweig.
Technischer Redakteur, Offsetdrucker und professionelles Arschloch.

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